Erläuterungen zur graphischen Ergebnisdarstellung
Zum besseren Verständnis der Ergebnisse werden an dieser Stelle die unterschiedlichen
Quadranten und ihre Bedeutung beschrieben.
Der Quadrant I. Strategisches Wachstum ist der Zielquadrant. Strategisches
Wachstum für das Unternehmen sowie für die Interne Revision selbst wird dann erreicht, wenn die Interne
Revision einerseits ihr Potential in den sechs zuvor genannten Feldern der Y-Achse voll ausschöpft und
andererseits ihre Ziele sowie ihr Möglichkeitsportfolio an die Geschäftsbereiche transparent kommuniziert
hat. Denn eine konstruktive Kommunikation des möglichen Nutzens aus den von der Internen Revision
angebotenen Dienstleistungen sowie der transparenten Abgrenzung zu anderen Stabsabteilungen erzeugt
nicht nur ein besseres Verständnis bei den operativen Geschäftsbereichen bzw. Audit-Kunden, sondern
bewirkt auch eine erhöhte Nachfrage der Revisionsprodukte. Zugleich erhält das gesamte Unternehmen
hierdurch die Möglichkeit den maximalen Nutzen aus der Arbeit der Internen Revision zu generieren.
Der Quadrant II. Widerstand ist geprägt von einer organisatorisch gut
positionierten Internen Revision, die mit qualifiziertem Personal ein breites Spektrum des
Revisionsproduktportfolios abdeckt. In dieser Situation wissen jedoch die Geschäftsbereiche nicht,
welche Produkte und welchen damit verbundenen Nutzen eine moderne und qualitativ gut ausgerüstete
Interne Revision anzubieten bzw. zu leisten vermag. Aufgrund der Intransparenz des Leistungsangebotes
sowie des dadurch möglicherweise forsch interpretierten unabhängigen Auftretens der Internen Revision
entsteht ein schwellender und möglicherweise auch offener Widerstand von den Geschäftsbereichen aus.
Die Positionen im III. Quadrant Langfristiges Outsourcing der Internen Revision ist
gekennzeichnet durch: eine geringe Revisionsprodukttiefe, eine im Vergleich minderwertige Professionalität
in den Prüfungstechniken, eine geringe Wertschätzung der Revisionsarbeit durch den Vorstand, eine
kurzfristige Handlungsweise in der Ausrichtung der Internen Revision sowie durch eine schwache
unabhängige organisatorische Stellung in der Bank, die jedoch nötig ist um eine prozessunabhängige
Prüfungsleistung und Beratung zu erbringen. Zusätzlich kommuniziert die Revisionsabteilung wie die
Positionen in Quadrant II das Bild einer qualitativ professionell agierenden Internen Revision nicht
in die Geschäftsbereiche, wodurch auch keine Nachfrage nach "Assurance & Consulting" Leistungen entsteht.
Das Sonderfeld Neutrale Akzeptanz ohne Bewegung beschreibt einen Zustand der
für manche Banken auf Grund der regulatorischen Notwendigkeit einer Internen Revision einzurichten akzeptabel
ist, jedoch ein wirklicher Mehrwert - Nutzen für die Gesamtbank wird in dieser strategischen Position nicht
geschaffen. In den Experteninterviews wurde dieser Zustand umgangssprachlich von den Revisionsexperten
mehrfach als "dort tut sich niemand gegenseitig weh" beschrieben. Dies bedeutet die Interne Revision prüft
innerhalb der rechtlich notwendigen Compliance und Financial Audits sowie ggf. Sonderprüfungen und IT-Audits,
allerdings ohne dabei für die geprüften Auditkunden innovative Empfehlungen bzw. im Revisionsfachjargon eine
"Best-Advice-Assurance & Consulting" Leistung zu erbringen.
Die Internen Revisionen in Quadrant IV hingegen haben eine Art Sonderstellung
im Rahmen der Analyse. In dieser Situation wissen die Geschäftsbereiche genau, was Sie von einer modernen
und gut qualifizierten Internen Revision zu erwarten haben. Die Revisionskunden kennen die Ziele und das
Bild einer innovativen Revisionsarbeit, doch die Revisionsabteilung ist nicht in der Lage die geforderte
Leistung zu erbringen.
